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Wikingertopf mit Hackbällchen – „Koch die Tüte – ohne Tüte“

Wikingertopf mit Hackbällchen | Rezept von jollyandluke.de
Beitrag von Jolly

Die Challenge:
Koch die Tüte ohne Tüte!

Das war die Herausforderung von armor&kartoffelsack. Diese Blogparade ist genau das richtige für mich! Mein Thema, seit dem ich entdeckt habe, dass ich kochen kann!

Weiter unten findet ihr Schritt-für-Schritt-Fotos


Ich bin als Kind der 90er auch mit dem ein oder anderen Tütchen großgeworden und die erste Zeit in meiner Studentenbude haben sie mich zusammen mit Ravioli aus der Dose oft vor dem Hungertod gerettet... Naja, also zumindest fast.

Toll fand ich an den Tüten vor allem, dass es so einfach und schnell geht - einfach und schnell ist ja eh mein Ding. Ich dachte immer: "Diese Dinge selbst machen ist zwar sicher leckerer, vor allem aber komplizierter, aufwändiger und dauert bestimmt viel zu lange...".

Die große Erkenntnis kam mit einem Geburtstagsgeschenk das ich von einem sehr guten Freund bekam: Ein scharfes Küchenmesser!


Und das ist jetzt kein Scherz! Ich hatte bis dahin mein Gemüse mit den billigsten Messern geschnitten - naja, eher gesägt - und fand es unglaublich mühselig und langwierig.
Mit dem neuen Messer hatte ich ein Aha-Erlebnis auf zweifacher Ebene:
a) nein, man schneidet sich nicht automatisch, weil das Messer scharf ist (im Gegenteil ist es viel sicherer) und b) es geht damit viel schneller und macht tatsächlich Spaß!

Danach ging es weiter. Ein Rezept flatterte mir vor die Nase für eine leckere Käse-Kräuter-Soße für Nudeln - Ihr erinnert euch vielleicht: die gab es auch als Fertigpackung zusammen mit zu wenigen Nudeln für die Menge an Leuten, die angegeben waren... Jetzt konnte ich das selbst machen und zwar in größeren Mengen und schnell und lecker und gesünder(!).

Spätestens da war klar: Die Fertigtüten kommen mir nicht mehr in die Küche!


Ich gehe allerdings auch heute noch manchmal gerne bei uns im Supermarkt durch die Mag**- oder Kno**-Straße (die heißen wirklich so) und hole mir eine Idee, was ich kochen könnte. Ich bin immer wieder erstaunt, für welche Gerichte es Tütchen gibt. Kartoffelsuppe zum Beispiel gehört für mich mittlerweile zu den einfachsten Gerichten, die man nur machen kann. Mein Rezept dafür gibt es hier. Lasagne und Bolognese (hier)... auch super einfach! 

Aber zurück zur Inspiration der Tütchen: Wenn ich ein interessantes Gericht finde, dann schau ich mir die Inhaltsliste auf der Rückseite an und weiß in etwa, was ich besorgen muss. Meine Feststellung: meistens braucht man Sahne ;)

Für die Blogparade habe ich mir den Wikingertopf mit Hackbällchen ausgesucht, den wir als Kinder geliebt haben!


Er ist denkbar einfach zu kochen und kann auch nach belieben variiert werden!​
Hier kommt die Basis-Variante:

Wikingertopf mit Hackbällchen | Rezept von jollyandluke.de

Rezept

reicht für 2 Erwachsene (mit kleiner Beilage) oder 3-4 Kinder​
Die Zutaten wie immer in der Reihenfolge, in der ihr sie braucht:

Zutaten​

​250 g gemischtes Hackfleisch
1 TL Senf
Salz & Pfeffer
Öl zum Anbraten

3 Möhren
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL (gestrichen) Zucker
1 EL Mehl
150 ml Gemüsebrühe
250 ml Sahne (Produkte mit weniger Fett gehen auch)
1-2 EL Schmelzkäse
nach belieben frische oder gefrorene Erbsen
1 Frühlingszwiebel
ein paar Spritzer Zitronensaft
frische Kräuter (Petersilie & Bärlauch)
Salz & Pfeffer


Schritte​

Am besten ihr schnibbelt vorher schon alles klein, dann geht es nachher schneller.

 Das Hackfleisch mit Senf, Salz und Pfeffer würzen (hier könnt ihr auch gerne weitere Gewürze nehmen, so wie es euch schmeckt), zu 12 Bällchen formen und in der Pfanne rund herum anbraten. (Bild 1-2)
Tipp: Nicht zu lange braten, sonst werden sie trocken.

(Bild 3) Die Hackbällchen aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Die Möhren in dem übrigen Fett anbraten (das Fett trägt noch ganz viel Geschmack von den Hackbällchen - auf jeden Fall weiter nutzen). (Bild 4)

Zwiebeln und Knoblauch hinzu fügen. Alles mit Salz und Pfeffer schonmal ein wenig würzen.

Wenn die Möhren gut sind (noch ein wenig knackig sollten sie sein), den Zucker darüber streuen und schnell umrühren. Er darf ruhig ein wenig karamellisieren.

(Bild 5) Mit dem Mehl das Fett binden (gibt auch eine gute Bindung für die Soße) und mit Brühe und Sahne ablöschen (Bild 6).

Den Schmelzkäse hinzugeben und mit Zitronensaft abschmecken. 

(Bild 7) Jetzt kommen die gefrorenen Erbsen hinzu. Zusammen mit den Hackbällchen, der in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebel und den Kräutern in die Pfanne geben.

Das Ganze noch kurz köcheln lassen, so dass Erbsen und Hackbällchen heiß sind, kurz nochmal abschmecken und dann auch schon servieren (Bild 8).

Bei uns gibt es klassischer Weise Brot dazu. Reis, Kartoffeln oder (wer low-carb bleiben will:) Rührei geht auch gut.

Guten Appetit!


Jetzt seid ihr dran:​

Welches ist euer Lieblingstüten-Gericht (ihr dürft euch ruhig Outen!)? Welche Tüte würdet ihr gerne "ohne" Tüte kochen?


Hinterlasst eure Antwort in den Kommentaren - ich freu mich drauf!​

Gerne nehme ich auch die Herausforderung an und versuche für euch eine weitere Tüte nach zu kochen - Wünsche sind herzlich willkommen!

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​Randnotiz:

Dies ist ein Beitrag zum Blogevent von armor&kartoffelsack​.

http://amorundkartoffelsack.blogspot.de/2015/06/koch-die-tute-ohne-tute.html

9 Kommentare

  • Leckeres Rezept!

    Die einzigen Tüten, die ich verwende sind „Hackfleischfix“ und „Schnitzel Wiener Art“ – weil ich beides bisher immer noch nicht SO hinbekomme.

    Witzig ist aber, dass ich manche Gerichte schon seit Jahren selbst und frisch koche, die dann irgendwann mal in der Tütenversion herausgekommen sind. So z.B. Spaghetti mit Spinat oder Schinken-Hackfleischröllchen.

    Habe mit dann jedesmal den Spaß erlaubt und die Tüte gekauft und zum Vergleich damit gekocht… und was soll ich sagen? Die selbstgekochte Variante hat mir bisher immer besser geschmeckt.
    Vielleicht liegt es ja an den ganzen Geschmacksverstärkern: Ich finde mit dem „Tütenzeugs“ schmeckt irgendwie alles ähnlich.
    Und von Zeitersparnis kann bei den ganzen Tüten eh keine Rede sein.

    Liebe Grüße
    Christine

    • Hallo Christine,

      vielen Dank für dein Feedback! Ich sehe das ganz genau so wie du: es schmeckt doch alles gleich (vielleicht auch wegen der Sahne, die gefühlt für 80% der Gerichte gebraucht wird… ;) Cool, dass du die gleichen Erfahrungen gemacht hast! :)

      Liebe Grüße und bis bald!
      Jolly

      P.s.: Schnitzel Wiener Art waren für mich auch lange ein Rätsel – aber ich habe festgestellt: auch die sind wirklich nicht schwer zu machen, wenn man ein paar Tricks kennt. Die durfte ich von einem Freund lernen – ich werde das Rezept gerne mal auf meine Ideen-Liste setzen!

  • Hallo Jolly,

    tolles Rezept tolle Parade :) Ich lerne immer mehr Menschen kenne die jetzt alles selbst kochen. Alle Errungenschaften der Nachkriegszeit waren eben nicht toll.

    Wir haben angefangen alles mit raffiniertem Zucker abzuschaffen (deswegen würde ich bei dem Rezept Apfeldicksaft rein tröpfeln).

    Mittlerweile schaffen wir es nichts verarbeitete mehr zu futtern. Das kostet nicht mal mehr Geld.

    Ich schaue jetzt sicher öfter rein!

    Viele Grüße aus Berlin,
    Arne

    • Hallo Arne,

      stimmt, ich versuche auch im Alltag den Zuckerkosum zu reduzieren, bzw. ihn zumindest bewusster zu gestalten. Agavendicksaft oder Honig wären auch eine nette Alternative – oder Xylit (was hältst du davon?). Bei ein paar Dingen finde ich, braucht es allerdings „echten Zucker“ für Geschmack und auch Konsistenz – bei den Lütticher Waffeln zum Beispiel ;)

      Ich freu mich, wenn du bald wieder reinschaust!

      Viele Grüße zurück aus Aachen!
      Jolly

  • Hallo Jolly!

    Danke für deinen Beitrag! So haben ich deinen hübschen und interessanten Blog entdeckt – und gut, dass DU ein gutes Messer für dich entdeckt hast :)

    Viel Glück und das Abstimmen nicht vergessen!

    Liebe Grüße, Sonja

  • Hallo Jolly,

    das ist eine tolle Kombination Reisen und Schlemmen. Für mich gehört leckeres Essen unbedingt zu meinen Reisen. Das Bild mit Rezept macht mir direkt Hunger. Werde ich probieren. Ich bin ohne Kochunterricht aufgewachsen und habe mich dann mit Dr. Oe…. Kochbuch durchgehangelt. Da lernst du alles, sogar wie du ein Ei kochst. Dabei koche ich eigentlich wirklich gerne, wenn es denn funktioniert.

    Ansonsten, die Seite ist sehr gelungen. Die Schriften gefallen mir besonders gut.

    Lieben Gruß
    Renate

  • Hallo Jolly!

    Das ist ein richtig leckeres Rezept. Mir, meinen Kindern und sogar meinem Mann hat das essen sehr gut geschmeckt. Und wird nun des öfteren zum Wochenende zubereitet.

    Liebe Grüsse
    Helga und Alexander

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