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Bodensee im Herbst – eine Woche Auszeit

Bodensee im Herbst 2014 | Eine spontane Woche Auszeit. Lest die Reisegeschichte auf www.jollyandluke.de
Beitrag von Jolly

Was macht man, wenn man absolut reif ist für eine Auszeit und das Wetter hat es nicht mitgekriegt? Wir haben uns durch die verschiedenen Wetterdienste gewühlt auf der Suche nach Gut-Wetterfronten in Reichweite. Mit ernüchterndem Ergebnis: Nicht eine Wolkenlücke in Sicht. Mit einer Ausnahme – dem Bodensee…

Perfekt: Gebucht! Gepackt! Gefahren! Der Bodensee begrüßt uns dann auch erwartungsgemäß mit einem fantastischen, fast schon kitschigen Sonnenuntergangs-See-Bergpanorama. Nicht schlecht! Hätten wir gewusst, wie herbstlich-stürmisch die nächsten Tage werden sollten, hätten wir es sicherlich noch mehr genossen, denn von unseren Regenfluchtplänen hatte das Wetter vor Ort leider nichts mitbekommen…

Die Basis

Wir haben uns für die spontane Auszeit-Woche ausnahmsweise für eine feste Basis entschieden und sind auf Empfehlung in Immenstaad, am Nordufer des Sees, gelandet. Das Dörfchen liegt in einem kleinen Bodensee-Weinanbaugebiet – etwa 45 Minuten von Konstanz entfernt über den Landweg. Man kann aber auch die Fähre von Meersburg aus nehmen, die etwa alle 12 Minuten nach Konstanz fährt, und ist damit sogar noch etwas schneller.Von Immenstaad aus ist überhaupt gefühlt alles gleich schnell zu erreichen: Österreich, Schweiz, Friedrichshafen, Lindau, Ravensburg. Langweilig wird es hier nicht!

Tipp: Bargeld für die Fähre mitnehmen!

 

Bodensee im Herbst 2014 | Eine spontane Woche Auszeit  | Lest die Reisegeschichte auf www.jollyandluke.de

Unsere Unterkunft war sehr gut und gemütlich! Wir hatten ein eigenes kleines Apartment mit Frühstück im Haus vom Winzer am See – sehr freundlich geführt von der Familie Röhrenbach. Das tägliche Frühstücksbüffet war reichhaltig und echt lecker, der Service sehr zuvorkommend. Während wir unseren Tag gemütlich frühstückend begonnen haben, war die Putzfee im Appartement zu Gange. Sehr angenehm!  Auch schön: Der Blick über Weinstöcke und über den Bodensee direkt vom Balkon aus…

Die Spiegelreflexkamera ist diesmal übrigens ganz bewusst in der Tasche geblieben und wir haben nur ein paar Bilder mit der Kleinen (Canon Ixus) gemacht. Zum Seelebaumelnlassen war das aber genau das Richtige!

 


Unsere Highlights am Bodensee:

Wanderung in der Marienschlucht mit Echotal 

Vom Parkplatz in Langenrain aus kann man sich für verschiedene Wanderrouten entscheiden. Wir haben uns dafür entschieden, die Marienschlucht hinunter zu wandern. Der Weg besteht zum Großteil aus einer Holztreppe, die neben und über den Bachlauf gebaut ist. Wenn man sich (unten angekommen) danach links hält und die Runde am Bodensee entlang (Richtung Bodman) wandert, kann man auf dem Weg zurück noch einen Abstecher in das Echotal machen. Dieser kleine Abstecher dauert nur 10 Minuten und ist eine kleine, unbefestigte Sackgasse zu einer Bank, von der aus man bestes Echo bekommt. Sehr lustig! Wir haben für alles insgesamt ca. 3,5 Stunden gebraucht – mit Pause.

Konstanz:   

Das war ein echter Kurz(!)trip nach der Marienschlucht. Konstanz ist, wie viele andere, eine schöne alte Stadt – eben mit Hafen am Bodensee. Die Shoppingmeile war recht unspektakulär, auch wenn viele Geschäfte in alten Häusern untergebracht sind. Das Münster und den Altstadtbereich drumherum hätten wir uns gerne noch angesehen – das hatte allerdings leider schon geschlossen, als wir vor den Pforten standen und wir waren schon recht müde… Wir sind dann mit der Fähre schnell und wirklich unkompliziert nach Meersburg und von da aus zurück zu unserem Winzer gefahren. Vermutlich haben sind wir der Stadt damit auch nicht ganz gerecht geworden. Schließlich bringt sie einiges an Geschichte mit – habt ihr Tipps für uns für einen nächsten Besuch?

Besteigung des Pfänders:

Die Talstation der Gondel steht in Bregenz, unweit der bekannten Seebühne. Wir sind von der Talstation aus zu Fuß hoch und anschließend mit der Schwebebahn wieder runter. Es ist Herbst und dadurch auch eher wenig los auf dem Weg nach oben – sehr angenehm. Der Weg ist gut ausgeschildert und um sich zu verlaufen müsste man sich schon arg anstrengen. Wir haben den Aufstieg sogar etwas schneller geschafft, als auf den Schildern angegeben – beeilt haben wir uns dabei aber wirklich nicht, denn selbst bei bewölktem Wetter ist noch einiges an wunderschöner Aussicht über Berge und Bodensee geboten! Endlich oben angekommen, konnten wir den Wolken dabei zu sehen, wie sie uns innerhalb von 10 Minuten eingehüllt haben… allein dafür haben sich die paar Meter weiter als die Gondelstation schon gelohnt. Dafür war die heiße Suppe im Bergrestaurant lecker! Übrigens auch hier: Bargeld nicht vergessen. Mit Karte kann man zwar zahlen (wir hatten auch extra gefragt), allerdings erst ab einem Betrag von 20€, wie sich dann herausstellte… Naja.

Städtetrip nach Ravensburg:  

Hier haben wir eine Freundin besucht, uns die schöne alte Stadt angeschaut, etwas zur Geschichte gelernt und waren natürlich kurz im Ravensburger Spiele-Museum spinzen – das ist sicherlich was für Kinder (große und kleine). Auch schön: Etwas außerhalb von Ravensburg, in Weingarten, ist die Barock-Basilika St. Martin, die zur dortigen Abtei gehört. Echt lohnenswert, wenn man alte Fresken und Putten mag. Erinnert an den Petersdom und wird auch liebevoll “schwäbisch St. Peter” genannt. Die mittelalterliche Klimaanlage im Inneren funktioniert noch gut, leider ist sie auf „sehr kalt“ eingestellt.

Uferwanderung:    

Die Wanderung am Ufer des Bodensees entlang haben wir gleich mehrfach gemacht. In beide Richtungen. Sehr schön, so viel frische Luft! :) Viele Wege direkt am Ufer sind wirklich nur für Fußgänger zugänglich, teilweise geht man aber auch auf geteerten Wegen, die man sich mit Radfahrern teilt. Leider gibt es keinen durchgehenden Uferweg, zum Teil muss man dafür neben der Bundesstraße herlaufen, z. B. Richtung Friedrichshafen. Fast jede Pension, die so wie unsere direkt am See liegt, hat auch einen eigenen “Strand”. Wer hart gesotten ist, kann hier auch im Herbst nicht nur joggen, sondern auch Schwimmen gehen.

Aussichtspunkt auf dem Gehrenberg in Markdorf:    

Das war unser letzter Ausflug. Man wandert einen kleinen Berg hoch und wird oben mit einem – etwas in die Jahre gekommenen – Aussichtsturm belohnt, von dem aus man einen guten Rundum-Blick über den Bodensee, die angrenzenden Alpen und das Umland hat.

Was noch auf unserer Liste stand…

…wofür aber Wetter & Zeit nicht gereicht haben:  Skywalk Allgäu / Besuch der Therme in Meersburg / evtl. eine Fahrt mit der Laedine (altes Segelschiff).


Kulinarische Highlights

Restaurant Heinzler in Immenstaad – ist was für richtig gut Essen abends. Schwäbische und allgemein deutsche Küche. Richtig lecker und sehr gute Bedienung!

Hafenrestaurant „Am Häfele“ in Immenstaad. Das Restaurant ist im Yachtclub des Ortes untergebracht und man kann gut uns günstig dort Essen. Das Personal war sehr freundlich und – wenn es warm genug ist – sitzt man tatsächlich direkt am Hafenbecken.

Für den etwas kleineren Hunger und vor allem auch den Kulturellen Genuss am Abend: Die Linse in Ravensburg-Weingarten. Ein zum Kulturzentrum erweitertes Kino mit guter Gastronomie und ab und auch Liveprogramm. Schaut mal rein! :)


Übersichtskarte

Hier für euch noch einmal die Zusammenfassung unserer Woche am Bodensee in Kartenform. Ihr seht: Es ist alles nicht weit weg und Immenstaad liegt sehr zentral.

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Wart ihr auch schon am Bodensee? Was war euer Highlight? Wir sind gespannt auf eure Beiträge!

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